THL – Verkehrsunfall mit Lkw, Person eingeklemmt

Datum: 6. April 2022 um 22:52
Dauer: 6 Stunden
Einsatzart: THL 4
Einsatzort: A9 Fahrtrichtung Nürnberg
Einsatzleiter: Roth Land 2/3
Fahrzeuge: MZF, HLF 20/16, RW 2, GW-L1, MTW, TLF4000, VSA1, VSA2
Weitere Kräfte: Autobahnmeisterei, Bergeunternehmen, Bestattungsunternehmen, BF Nürnberg, Einsatzleitung Rettungsdienst, FF Göggelsbuch, Gutachter, Notarzt, Polizei, Rettungsdienst, Rettungshubschrauber, Roth Land 1, Roth Land 2/3, Roth Land 3/8, THW Roth, THW Roth Fachberater


Einsatzbericht:

Auf der A9 in Fahrtrichtung Nürnberg kam es zu einem Verkehrsunfall mit zwei beteiligten Lkw und einem Kleintransporter.

Der Hergang, nach Informationen der Polizei, schilderte sich wie folgt:
Ein Schwertransporter beladen mit einem 50 Tonnen schweren Bohrgerät und dessen Begleitfahrzeug hielten auf Grund einer Panne am Seitenstreifen, um diese zu beheben. Kurz nach Beendigung deren Arbeiten wurden die beiden stehenden Fahrzeuge von einem herannahenden Sattelschlepper, beladen mit Obst und Gemüse, erfasst. Hierbei wurde der Fahrer des Sattelschleppers in seiner Fahrkabine eingeklemmt und dessen Ladung verteilte sich über alle Fahrspuren der Autobahn.

Beim Eintreffen der ersten Kräfte musste festgestellt werden, dass bereits eine Person infolge des Zusammenstoßes verstorben war.

Um den zunächst ansprechbaren, sehr schwer und kompliziert eingeklemmten Fahrer des Sattelschleppers zu befreien, wurde eine Umfangreiche technische Rettung, unter anderem mit hydraulischem Rettungssatz, zwei fahrzeuggebundenen Seilwinden und dem Feuerwehrkran der Berufsfeuerwehr Nürnberg, durchgeführt. Leider erlag auch der Fahrer seinen schweren Verletzungen und konnte aus der Fahrkabine nur noch geborgen werden.

Um die Fahrspuren von der Ladung des Sattelschleppers frei zu räumen setzte das THW einen Teleskoplader ein.

Die Autobahn blieb für die gesamte Zeit der Rettungs- und Bergemaßnahmen vollständig gesperrt. Der Verkehr wurde durch die Polizei an der Anschlussstelle Allersberg von der Autobahn ausgeleitet.

Der Unfall wurde von einem Gutachter aufgenommen, um den genauen Hergang zu klären.

Zur Gebietsabsicherung der Marktgemeinde Allersberg wurde die FF Göggelsbuch hinzugezogen, um das Geräthaus Allersberg mit ihrem LF10 zu besetzen.

Nach dem vollständigen Rückbau der eingesetzten Ausrüstung und dem Abbinden der Betriebsstoffe, konnte nach zirka fünf stunden der Feuerwehreinsatz beendet und die Einsatzbereitschaft wieder hergestellt werden.

Für die eingesetzten Kräfte wurde am Abend des Folgetages ein Treffen mit einer Notfallseelsorge im Gerätehaus Allersberg angeboten.